D E R   A P O S T E L   P A U L U S

Der Apostel Paulus war der Sendbote Christi und Bekehrer der Heiden

 

Neben Petrus ist Apostel Paulus die fundamentalste Figur im Christentum

 

Der Apostel Paulus verhalf dem Christlichen Glauben zur Weltreligion

 

Die aeltesten Texte im Neuen Testament sind die Briefe des Apostel Paulus

 
 

 

                   

                     

 

von agnus d.  /  anno domini  2003  /  aktualisiert mai  2020

 

 
 
 
 
 
 

 

 

                   

 

Das Profil des Apostel Paulus

Der Koenig der Apostel nimmt nach Jesus im Neuen Testament den wohl wichtigsten Platz ein. Dies kann man der grossen Menge jener von Paulus an die christlichen Urgemeinden verfassten Briefe entnehmen. Sie haben insbesondere an den kirchlichen Glaubenslehren zentralen Anteil, welche deswegen quasi paulinisch ausgerichtet sind. Ein "Christlich" erwuenschtes Verhalten hatte man sich einst aus all jenen Schriftstuecken des Paulus herausgelesen, um damit eine verbindliche Kirchenmoral zu formulieren.

Paulus Heimat war Tarsus im heutigen Suedosten der Tuerkei. Dort wurde er wohl geboren, und dort wuchs er auch in behueteten Verhaeltnissen auf. Seine galilaeischen Eltern gaben ihm den Namen Schaul, was nun soviel bedeutet wie der "Erbetene", was sehr stark auf ein Wunschkind hindeutet. Die naeheren Umstaende seiner Kindheit und Jugend werden uns nicht ueberliefert. Sein Schullehrer soll wohl ein juedischer Gelehrter namens Gamaliel gewesen sein, welcher ein hoch angesehener Pharisaeer war. Dass das Saulus-Kind ein sehr guter Schueler gewesen sein muss, dies lassen uns etwa sein Arbeitseifer sowie seine offenkundigen Faehigkeiten unschwer erkennen. Wie nun Saulus zum roemischen Buergerrecht gekommen ist, wird nirgends berichtet. Wir koennen da nur vermuten, dass er sich sozusagen in Elite-Kreisen bewegt hat. Des Weiteren muss er immer sehr umtriebig  gewesen sein, wie das oftmals bei Leuten der Fall ist, die von einer relativ geringen Koerpergroesse sind. Sein Beruf wird da mit dem eines Zeltmachers angegeben, wobei er dazu noch der religioesen Laienbewegung der Pharisaeer angehoerte. Obwohl sie sich vielleicht einmal da oder dort in Israel haetten begegnen koennen, sind Jesus und Saulus jedoch niemals aufeinander getroffen. Auf Seiten der Pharisaeer war Saulus zunaechst erklaerter Feind aller Christen, die er mit Schwert und Gewalt blutig verfolgte. Denn ihm schien das Christentum ein ganz gefaehrlicher Irrglaube zu sein, der die Einheit des altjuedisch ueberkommenen Glaubens zu sprengen drohte. 

Aus der Offenbarung (Offb 3,16) wissen wir, dass fuer den Geist heiss oder kalt zaehlt, und von ihm lediglich das Laue veraechtlich ausgespuckt wird. Saulus war zunaechst kalter Christ und heisser Pharisaeer. Der Geist des Herrn brauchte ihn darum nur um 180 Grad zu drehen, um ihn zum kalten Pharisaeer und heissen Christen werden zu lassen. Diese ihn umstuelpende Bekehrung vom Saulus, der die christlichen Gemeinden blutig verfolgte, zum Missionar Paulus machte ihn im uebertragenen Sinne unsterblich. So schildert da die Apostelgeschichte 9 : "Saulus aber schnaubte noch mit Drohen und Morden gegen die Juenger ......." Als er aber auf dem Wege war und in die Naehe von Damaskus kam, umleuchtete ihn ploetzlich ein Licht vom Himmel; und er fiel auf die Erde und hoerte eine Stimme, die sprach zu ihm: Saul, Saul was verfolgst du mich?“ All denen, die Gott erleben moechten, kann aber nicht geraten werden, Christen blutig zu verfolgen, weil das Ereignis von Damaskus ein einmaliger Eingriff des Herrn gewesen war. Und zwar deshalb, weil ein Mann wie Saulus mit seinen Verbindungen und Faehigkeiten zur Etablierung des christlichen Glaubens dringend gebraucht wurde. Das ist heute nicht mehr der Fall, weil gegenwaertig die letzten Tage dieser todgeweihten Zeitwelt ablaufen. 

In den Schriften erleben wir Apostel Paulus nicht etwa als ein von allem strotzendes Ass, viel eher als kraenklichen, unscheinbaren Mann, der auf seinen ausgedehnten Touren in andere Laender oftmals in lebensgefaehrliche Schwierigkeiten geriet. In seinen Briefen machte er dieses nur am Rande zum Thema. Er habe den Herrn „gesehen“ ist eigentlich schon fast alles, was man von ihm ueber das einschneidendste Ereignis in seinem abenteuerlichen Lebenslauf erfaehrt. Anfangs hatte er noch grosse Ueberredungs- und Ueberzeugungskuenste aufzuwenden, um von den christlichen Urgemeinden aufgenommen zu werden. Zu schrecklich waren noch die Erinnerungen an ihn, und seinen von ihm an ihnen ausgeuebten Terror. Aber Saulus waere sicherlich nicht Paulus gewesen, wenn er die Huerden nicht genommen haette. Der Herr war offensichtlich mit ihm und seinem Wirken, wie da in den Gemeinden zum Schluss auch der letzte christliche Zweifler und Kritiker einsehen musste.

Man schaetzt, dass die Umkehrung des Saulus zum Paulus durch den universalen Geist des Herrn, sich etwa Anfang der dreissiger Jahre zugetragen hatte, und damit nur wenige Jahre nach Jesu Tod und seiner Auferstehung. Jesu Sterbedatum wird von den meisten Historikern um das Jahr 30 angenommen, so dass er entsprechend seiner Geburt um das Jahr 7 vor 0, damit ergo bei seinem Tod etwa 37 Jahre alt gewesen sein muss. Man hat errechnet, dass Paulus auf einer seiner Reisen nach Rom eine Strecke von rund 4100 Kilometer zurueckgelegt hatte. Und das mit den Mitteln der damaligen Zeit, wie zu Fuss, auf dem Ruecken von Tieren, oder an Bord von Schiffen, unter anstrengenden klimatischen Bedingungen.

Die Schriften des Paulus gehoeren zu den aeltesten Texten im Neuen Testament. All die anderen Texte - einschliesslich den Evangelien - wurden erst danach und so niedergeschrieben, wie wir sie heute kennen. Paulus Verdienst besteht darin, den Glauben der heidnischen Welt nahe gebracht zu haben. Anfangs waren die Christen ja nur ein kleines Haeuflein, welches aus dem traditionellen juedischen Glauben ausgeschert war, und sich als eine weitere unliebsame Sekte zu behaupten hatte. Von daher wurde es notwendig auch Nichtjuden in die Gemeinschaft der Glaeubigen mit einzubeziehen, was Paulus unermuedlich propagierte sowie auch mit allen ihm zur Verfuegung stehenden Mitteln gegen heftigsten Widerstand Andersdenkender durchsetzte. Insbesondere hatte dies streitige Auseinandersetzungen mit den Aposteln Jakobus und Petrus zur Folge, die anders als er Juenger Jesu gewesen waren. So verkuendete Paulus beispielsweise, dass mit dem Kommen Christi es nicht mehr notwendig sei, die juedischen Gesetze, und dabei auch die widernatuerliche Beschneidung, einzuhalten. Damit musste er bei all den beschnittenen Juden zwangslaeufig auf einen starken Widerstand stossen. Jedoch er ueberwand alle die sich ihm in den Weg stellenden Widerstaende mit Beharrlichkeit, sowie seiner wohl trefflichen Argumentationsgabe, weshalb er schliesslich den Sieg davontrug, und damit dem Christentum den Weg zur Weltreligion ebnete.

Nach der Kirchengruendung sind es des Oefteren die beeindruckenden Briefe des Paulus gewesen, welche da fuer spektakulaere Neuorientierungen sorgten: so etwa wie bei dem Reformator Martin Luther oder aber in der Neuzeit bei Karl Barth, einem der sicher einflussreichsten protestantischen Theologen des 20. Jahrhunderts. Die beiden bezogen sich hauptsaechlich auf Paulus Brief an die Gemeinde in Rom, den so genannten Roemerbrief. Der wird allgemein als einer der wichtigsten Briefe des Neuen Testaments angesehen.

Von seinen weiten Reisen nach Jerusalem zurueckgekehrt, wurde Paulus in einen Streit um eine Entweihung des Tempels verwickelt, dann dabei festgenommen und zum Gerichtsprozess nach Rom ueberbracht. Wie uns nun ueberliefert wird, soll er dort so um das Jahr 50 verurteilt und hingerichtet worden sein. Wir wissen aber nicht, ob seine alten Pharisaeer-Freunde sich bei ihm fuer seinen einstigen Verrat beim Wechseln der Seiten raechen wollten, und wie es dann zu der Hinrichtung mit welchen Gruenden kam.

   

                     
 

 

 

                   

 

Der Irrtum des Apostel Paulus

Auch wenn einst Paulus sich die allergroessten Verdienste um das Evangelium Christi erworben hat, so darf doch nicht verschwiegen werden, dass es bei all dem Licht leider eben auch Schatten gegeben hat. Denn dadurch, dass er als Pharisaeer die ueberkommene Glaubensauffassung, der Auferstehung von den Gestorbenen, unentwegt und unveraendert weiterpredigte, setzte er sich damit in einen erheblichen Widerspruch zu Jesus. Offenbar kannte Paulus die entsprechenden Lehren Jesu nicht. Und er war auch nicht bereit, sich von den einstmaligen Zeugen und Juengern Jesu eines anderen und vor allem besseren belehren zu lassen. Denn waehrend sich bei Jesus alles Heilsgeschehen mit Gericht und Auferstehung im konkreten diesseitigen Leben abspielte, verlegte Paulus es traditionsgemaess der juedischen Lehre entsprechend in ein mit dem Tod zu erwartendes undefinierbares Jenseits.

Saemtliche Kirchen und Sekten allerorten haben bis in unsere Gegenwart gedanken- und kritiklos diesen zentralen Glaubensirrtum uebernommen, und ihn zu einem Stuetzpfeiler ihrer in diesem Punkt unchristlichen Lehren gemacht. Denn der Tod ist gemaess unserem natuerlichen Empfinden von Werden und Vergehen der unabaenderliche Schlussstrich unter das jeweils gelebte Leben. So war ja erkennbar vor unserer Zeugung bzw. Geburt fuer uns nichts, und nach unserem Tode wird fuer uns wieder nichts sein.

Denn laut Jesus geht das Leben nur im Leben und nicht im Tod weiter / z.B.: 

Mt 7,14  Aber die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum (zeiterfuellt ewigen) Leben fuehrt, und nur wenige sind es, welche ihn finden! ( = Das wahre ewige Leben im zeitlichen Hier und Jetzt finden, und nicht etwa im ohnmaechtigen Tod! - Jesus bezeichnet das zeitliche Dasein als vorweg genommenen Tod, weil es ein zeitlich bedingt zum Tod fuehrendes Dasein ist.

Einzig und allein in diesem zeitweltlich begrenzten Leben wird der ansonsten unausweichliche Tod dank Jesus und auch nur mit ihm zusammen ueberwunden z.B.: 

Joh 5,24  Wahrlich, ich sage euch, wer mein Wort hoert und demjenigen glaubt, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben, und er kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum (zeiterfuellt ewigen) Leben hindurchgedrungen.

Ausschliesslich dafuer und fuer nichts anderes sonst steht Jesus mit seinem Abendmahl sowie dem spaeteren Pfingstereignis. Seine unvergleichliche Botschaft handelte vom unvergaenglichen Reich des Lebens in der Person des Herrn, der das Universum selbst ist. Und dieses Reich wiederum steht gemaess der Johannesoffenbarung  fuer ein durch Selbst- und Weltueberwindung als geistige Wiedergeburt grundlegend veraendertes Bewusstsein von sich selbst und der Welt. Bewirkt ist dadurch eine voellig neue auf dem universalen Geist basierende und damit ein fuer alle mal den Tod ueberholende Daseinsform der Zeiterfuelltheit. Sie besteht als in sich selbst vollendetes Leben in einer zu unserer Zeitwelt fast identischen Ewigkeitswelt. Doch kann sie naturgemaess fuer jeden Selbst- und Lebensfinder erst im Moment seines persoenlichen Zeitendes in Kraft treten.

Von daher nahm Jesus zu dem ihm entgegengesetzt juedischen Auferstehungsglauben, aus dem Gestorbensein heraus, sehr ernst und sehr eindringlich Stellung:

Mk 12,27  Er ist jedoch nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen. Deswegen irret ihr sehr! (Und deshalb irrte hier auch Paulus!)

Dass Jesus beim Lazarus, und spaeter noch bei sich selbst, eine untypische Auferstehung aus dem Grab heraus vorgenommen hatte, waren absolute Ausnahmen zur erforderlichen Demonstration der Macht Gottes, fuer den von Jesus bis zum Kreuzestod staendig beschworenen Glauben an sich, und den Vater. 

Bekanntlich beginnt das zeitlich begrenzte, und somit toedlich sein muessende, Leben in Zeit und Welt mit der Zeugung und der Geburt, und endet bei solcher Voraussetzung auch wieder mit dem entsprechenden Tod gemaess: 

1Mo 3,19  Im Schweisse deines Angesichtes sollst du dein Brot essen, bis dass auch du wieder zur Erde kehrst, von der du genommen bist; denn du bist Staub und kehrst wieder zum Staub zurueck! Pred 3,19 Denn das Schicksal der Menschenkinder und das Schicksal des Viehs ist da ein und dasselbe: die einen sterben so gut wie die andern, und sie haben alle einerlei Odem, und der Mensch hat nichts vor dem Vieh voraus; denn es ist alles eitel. Pred 3,20 Alle gehen an einen Ort: alles ist aus dem Staube geworden, und alles kehrt auch wieder zum Staub zurueck.

Soll es fuer uns bei solch klarer Grundgegebenheit ein Ueberleben zu ewigem Leben geben, so muss dann im jeweiligen zwischen Geburt und Tod sich abspielenden Leben Anteil an demjenigen erlangt werden, der das Universum in Person ist. Wir kennen ihn bereits schon aus den Schriften der Bibel, jedoch insbesondere aus der Johannesoffenbarung als den Lebendigen des Alpha und Omega, bzw. des Anfangs und Endes, den Jesus Christus als seinen himmlischen (kosmischen) Vater  vorstellte. Jedoch wie sollen wir seiner in unserem so komplizierten Leben und Schicksal teilhaftig werden, als das Gericht ueberspringende Auferstehung aus dem Tod? Siehe hierzu das Zentralfaktum!

 

 

Noch ein grundsaetzliches Wort zum Irrtum selbst!

Dadurch, dass der HERR einst folgendes von sich verkuenden liess:

Jes 42,8 Ich bin der HERR, das ist mein Name; und ich will meine Ehre keinem andern geben, noch meinen Ruhm den Goetzen! Jes 48,11 Um meinetwillen, um meinetwillen tue ich's! Denn wie wuerde sonst gelaestert! Und ich will meine Ehre keinem andern geben.

ergibt sich nun auf Ehre und Ruhm des Unvergleichlichen bezogen, dass, um vom nicht irren koennenden HERRN - als jener personifizierten Wahrheit und Wirklichkeit - auch in diesem Punkt unterscheidbar zu sein, absolut ausnahmslos jeder andere - nicht der Sohn oder Vater seiende Mensch - irren kann und irren muss!

lat. Errare humanum est = Irren ist menschlich!

Wie zuvor schon aufgezeigt, war der nachweisliche Irrtum des Apostel Paulus der von einer Auferstehung der Toten bzw. Begrabenen. Und auch der Papst darf sich demnach nicht unfehlbar nennen, um da dem einzigst nicht irren koennenden HERRN und Gott nicht zu laestern! In ihrer Vermessenheit taten und tun es aber trotzdem alle. Sie haben somit ihren Lohn darin, dass sie sich damit vor den Augen des  HERRN selbst disqualifiziert haben. Denn siehe:

Offb 21,22 Und einen Tempel (= eine Kirche) sah ich nicht in ihr; denn der Herr, der allmaechtige Gott, ist ihr Tempel (= ihre Kirche), und das Lamm. Offb 21,23 Und die Stadt bedarf nicht der Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.

 

 

                     
 
 
 
 
 

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